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Tipps - Bootvorgang - Optionen der Datei "Boot.ini"
Detailbeschreibung
Betriebssystem: Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows 2003

Mit der Datei "BOOT.INI" (im Hauptverzeichnis der Bootpartition) wird festgelegt, welches Betriebssystem und mit welchen zusätzlichen Parametern das System gestartet werden soll. In der Regel reichen die bei der Installation automatisch hinzugefügten Startparameter aus. Jedoch für Entwickler oder in speziellen Umgebungen bzw. mit spezieller Hard- und Softwareausstattung können die möglichen Parameter interessant sein oder bei einem Problem behilflich sein. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der möglichen Optionen (Schalter), die in der "BOOT.INI" angegeben werden können, auf.

Option:
Kurzbeschreibung:
Anmerkung:
/3GB Diese Option ändert die virtuelle Adressverwaltung von 2 GB User/2 GB System zu 3 GB User/1 GB System. Damit wird Anwendungen, die viel virtuellen Speicher benötigen, einen grösseren Adressbereich zugewiesen, was die Geschwindigkeit verbessern kann. (Windows NT/2000/XP/2003)
Bei NT4 erst ab SP3 möglich.
Die Option ist nur bei 32-Bit-Versionen gültig.
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=171793
/BASEVIDEO Der Standard-VGA-Treiber wird geladen. (Windows NT/2000/XP/2003)
/BAUDRATE= Überschreibt die Standard-Baudrate von 19200. Z.B. "/BAUDRATE=115200" (Windows NT/2000/XP)
Nur mit der Option "/DEBUG" möglich.
/BOOTLOG Erstellt die eine Boot-Logdatei und zeichnet alle Ereignisse während dem Bootvorgang auf. (Windows 2000/XP/2003)
/BOOTLOGO Hier wird das Boot-Logo verwendet, welches in der Datei BOOT.BMP hinterlegt ist. Das Bild muss 640 x 480 Pixel, 16 Farben haben. (Windows XP/2003)
Nur in Verbindung mit "/NOGUIBOOT" möglich.
/BREAK Unterbricht die HAL Initialisierung und wartet bis eine Debuggerbindung hergestellt ist.
Achtung: Ohne dem Schalter "/DEBUG" zeigt das System den Bluesscreen "STOP code 0x00000078 (PHASE0_EXCEPTION)" an.
(Windows NT/2000/XP/2003)
/BURNMEMORY= Gibt einen Wert in MB des Arbeitsspeichers an, welcher vom gesamten verfügbaren Arbeitsspeicher abgezogen wird. Bei der Angabe von z.B. 256 wird bei 512 MB Arbeitsspeicher nur 256 MB verwendet. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch "/MAXMEM"
/CLKLVL Die Systemgeschwindigkeit regelt der Multiprozessor x86 HAL (HALMPS.DLL) selbst. (Windows NT/2000/XP/2003)
/CMDCONS Die Wiederherstellunskonsole wird gestartet. (Windows 2000/XP/2003)
Siehe auch: Wiederherstellungskonsole auf die Festplatte installieren
/CRASHDEBUG Beim Start wird der Kerneldebugger geladen, dieser bleibt jedoch inaktiv, bis ein Systemfehler eintritt. (Windows NT/2000/XP/2003)
/DEBUG Aktiviert den Kernel-Debug-Modus. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch "/BAUDRATE" und "/DEBUGPORT"
/DEBUGPORT= Überschreibt den Standard-Anschluss der seriellen Schnittstelle (COM1). Z.B. "/DEBUGPORT=COM2" (Windows NT/2000/XP/2003)
Nur mit der Option "/DEBUG" möglich.
/FASTDETECT Ab Windows 2000 wird die Erkennung der Parallel- und Seriell-Erkennung von NTDETECT.COM übersprungen. Dies ist bei einem Dual-System mit NT4 nötig, da die Erkennung von Parallel- und Seriell-Geräten von den Plug-and-Play Gerätetreibern ausgeführt werden, dagegen NT4 NTDETECT.COM für diese Funktion benötigt. (Windows 2000/XP/2003)
/INTAFFINITY Interrupts werden nur an den Prozessor mit der höchsten Nummer geleitet. Ohne diesem Schalter verteilt HAL die Interrupts an alle Prozessoren. (Windows 2000/XP/2003)
/KERNEL=
/HAL=
Die Standard-Einstellung von NTLDR für NTOSKRNL.EXE und HAL.DLL im System32-Verzeichnis wird überschrieben. Dadurch können verschiedene Kernel verwendet werden. (Windows NT/2000/XP/2003)
/LASTKNOWGOOD Das System wird mit der letzten gespeicherten funktionierenden Konfiguration gestartet. (Windows NT/2000/XP/2003)
/MAXMEM= Es wird nur der Arbeitsspeicher benutzt, der angegeben wurde. Der Wert ist in MB anzugeben. "/MAXMEM=128" limitiert den Arbeitsspeicher auf 128 MB. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch "/BURNMEMORY"
/MAXPROCSPERCLUSTER=
Damit werden die maximal zu benutzenden Prozessoren in einem Cluster festgelegt. Bei einem 6 Prozessor-Rechner der in 2 Clustern mit jeweils 3 Prozessoren aufgeteilt ist, muss /MAXPROCSPERCLUSTER=2 angegeben werden. (Windows 2000/XP/2003)
/NODEBUG Deaktiviert den Kernel-Debug-Modus. Dies gilt für die Schalter "/DEBUG", "/DEBUGPORT" und "/BAUDRATE". (Windows NT/2000/XP/2003)
/NOEXECUTE
/NOEXECUTE=
Konfiguriert die Datenausführungsverhinderung (DEP):
"OptIn"[Dateien in der OptIn-Liste überwachen]
"OptOut" [Dateien die nicht in der OptOut-Liste stehen werden überwacht]
"AlwaysOn" [DEP eingeschalten]
"AlwaysOff" [DEP ausgeschalten]
(Windows XP/2003)
Bei Windows XP erst ab SP2 möglich.
/NOGUIBOOT Der VGA-Video-Treiber, der für die Anzeige der Grafiken (Bootlogo) während dem Start von Windows zuständig ist, wird nicht geladen. Dieser Treiber wird auch für Bluesscreens benötigt. (Windows 2000/XP/2003)
/NOLOWMEM Zusammen mit dem Schalter /PAE und einem Arbeitsspeicher der grösser als 4 GB ist, werden alle Programme und Gerätetreiber in den Bereich über 4GB geladen. Dadurch lassen sich Programme und Gerätetreiber auf Funktionalität bei Systemen mit grossem Arbeitsspeicher testen. (Windows 2000/XP/2003)
Siehe auch "/PAE"
/NOPAE Es wird die normale Version des Kernels geladen, auch wenn der Arbeitsspeicher mehr als 4 GB hat und als Physical Address Extensions (PAE) erkannt wurde. (Windows 2000/XP/2003)
/NOSERIALMICE
/NOSERIALMICE=
Die Suche nach einer seriellen Maus am angegebenen Anschluss wird deaktiviert. Dies kann benutzt werden, wenn ein anderes Gerät als eine Maus an einem seriellen Anschluss angeschlossen ist. Mit der Option "/NOSERIALMICE" ohne einen folgenden Wert wird die Erkennung an allen seriellen Anschlüssen deaktiviert. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=131976
/NUMPROC= Nur die angegebene Anzahl vom Prozessoren wird verwendet. Z.B.: "/NUMPROC=2" (Windows NT/2000/XP/2003)
/ONECPU Bei einem Multiprozessor-System wird nur ein Prozessor verwendet. (Windows NT/2000/XP/2003)
/PAE Die Intel Physical Address Extensions (PAE) wird benutzt, auch wenn das System nicht mehr als 4 GB RAM hat. PAE erlaubt einem x86 System Arbeitsspeicher von bis zu 64 GB, das Betriebssystem muss aber speziell programmiert sein, um Speicher über 4GB (dem Limit für x86-Systeme) benutzen zu können. (Windows 2000/XP/2003)
/PCILOCK Verhindert, dass IO/IRQ Ressourcen dynamisch an PCI Geräte zuweist und übernimmt die im BIOS konfigurierte Einstellung. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=148501
/SAFEBOOT: Startet den abgesicherten Modus. Zusätzlich muss noch einer der folgenden Parameter angegeben werden.
"MINIMAL" [normal]
"NETWORK" [mit Netzwerkunterstützung]
"MINIMAL(ALTERNATESHELL)" [Eingabeaufforderung]
"DSREPAIR" [Verzeichnisdienstwiederherstellung (Windows-Domänencontroller)]
(Windows 2000/XP/2003)
/SCSIORDINAL: Wird ein neues SCSI Gerät zu einem System mit "On-Board SCSI-Controller" hinzugefügt, kann das dazu führen, dass sich die SCSI-ID des Controllers ändert. Mit dem angegeben Wert wird diese ID für den SCSI-Controller verwendet. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=103625
/SOS Während dem Starten wird angezeigt, welche Treiber geladen werden. (Windows NT/2000/XP/2003)
/TIMERES= Diese Option setzt das Verhältnis bei einem Multiprozessorsystem (HALMPS.DLL) des Systemtimers. Die Angabe erfolgt in 100 Nano-Sekunden (nSec). Möglich Werte:
9766 (0,98 ms)
19532 (2,0 ms)
39063 (3,9 ms)
78125 (7,8 ms)
(Windows 2000/XP/2003)
/USE8254 Damit wird der NT HAL angewiesen, den 8254 Timer Chip als Standard-Timer zu benutzen. (nur für ältere BIOS-Versionen) (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=169901
/WIN95 NTLDR wird angewiesen den Win9x Boot Sektor (gespeichert in BOOTSECT.W40) zu starten. Dazu muss aber Windows 9.x und NT/2000/XP/2003 installiert sein. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=157992
/WIN95DOS NTLDR wird angewiesen den DOS Boot Sektor (gespeichert in BOOTSECT.DOS) zu starten. dazu muss aber DOS/Windows 9.x und Windows NT/2000/XP/2003 installiert sein. (Windows NT/2000/XP/2003)
Siehe auch: http://support.microsoft.com/?kbid=157992
/YEAR= Damit wird die Zeitfunktion angewiesen, die Jahreszahl der Echtzeituhr nicht zu beachten und an deren Stelle das hinter dem Schalter angegebene Jahr zu verwenden. Diese Jahreszahl wird dann für alle Programme verwendet, auch für den NT Kernel. (Windows NT/2000/XP/2003)
Bei Windows NT4 erst ab SP4 möglich.

Weitere Informationen (u.a. Quelle):


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